Nährstoff­news

„Ich bin immun“

sagt Agaricus

Der Agaricus kommt ursprünglich aus den Regenwäldern in Brasilien ( Agaricus brasiliensis)und ist wegen seines an Mandeln erinnernden Geruchs auch als Mandelpilz (Agaricus blazei) bekannt, wird aber auch Sonnenpilz, Lebenspilz oder „Pilz des Gottes“ genannt.

Er ist mit den Champignons verwandt und ist beliebt als leckerer Speisepilz. Er wird jetzt auch im asiatischen Raum kultiviert und als Vitalpilz genutzt, da er neben zahlreichen Vitaminen (B1, 2, 3, 5, D) und Mineralstoffen (u.a. Calcium, Eisen, Kalium, Selen, Natrium) auch wertvolle Aminosäuren enthält. Bereits 100 g Trockenextrakt decken den Tagesbedarf an diesen Vitalstoffen.

Er enthält eine ausserdem besonders große Menge an hochwertigen Beta-Glucanen, im Vergleich zu den anderen Vitalpilzen ist der Gehalt besonders groß. Die Beta-Glucane wirken immunmodulierend (durch Aktivierung von Abwehrzellen), antiviral und tumorhemmend. Weitere Wirkstoffe sind entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Tipp:
Aufgrund der immunmodulierenden Wirkung kann Agaricus bei Allergien genutzt werden, zur Vorbeugung und auch im Akutfall.
Auch bei akuten viralen Infekten kann er hilfreich sein, gerne zusammen mit Shiitake-Extrakt.

Mikronährstoffe und Pflanzenkraft für unseren Körper –
mehr dazu im Nährtstoffteam:

Ginkgo

Vor 3 Millionen Jahren so gut wie heute
Ginko im Dezember

Ginkgo Biloba hat jeher die Menschen fasziniert, denn er ist der einzige Vertreter der Ginkgoarten, der es durch alle Zeiten geschafft hat, begonnen vor 300 Mio. Jahren bis heute. Selbst im verseuchten Gebiet von Hiroshima, wo kein Leben mehr möglich war, ist ein Sprößling zu einem Baum herangewachsen. Diese extremen widerstandsfähigen und anpassungsfähigen Eigenschaften machen ihn zum Sinnbild für Vitalität und langes Leben. Seine Blätter verkörpern das menschliche Gehirn, die rechte und linke Gehirnhälfte.

Ehemals schmückte er Japans Tempelgärten, heute unsere Großstädte mit hoher Luftverschmutzung. Er kann bis zu 2000 Jahre alt werden und verwöhnt unser Auge, wenn sich seine Blätter im Herbst von außen nach innen gelb färben.

Ginkgo ist eine vielversprechende Therapie gegen Tinnitusbeschwerden, denn seine Blätter fördern enorm die Mikrodurchblutung, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes, wirken Durchblutungsstörungen und Thrombosen entgegen und entspannen die Blutgefäße. Das Besondere ist, dass der „Elefantenohrbaum“ dies auch im Kopf- und Gehirnbereich schafft.

Nutzen auch sie die Kraft des Ginkgos bei:

  • Tinnitus, Hörsturz,
  • gefäßbedingten Schwindel,
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen,
  • Kopfschmerzen und Verstimmung durch verminderte Kopfdurchblutung,
  • arteriellen Durchblutungsstörungen und
  • funktionellen Herzbeschwerden.
Mikronährstoffe und Pflanzenkraft für unseren Körper –
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Vitamin D

Warum „Sonne im Herzen“ nicht ausreicht

Vitamin D3 wird von unserem Körper aus einem Stoff gebildet, der mit Cholesterin verwandt ist. Vorausgesetzt wir lassen unseren Körper täglich mindestens 15 bis 30 Minuten bei höchstem Sonnenstand beleuchten. Das klappt aus vielerlei Gründen selbst im Sommer nur selten, so dass in Deutschland inzwischen die meisten Menschen mit Vitamin D3 unterversorgt sind.

Faktoren, die die Vitamin D3-Versorgung in Deutschland nachteilig beeinflussen sind

  • „zivilisierte“ Lebensweise, bei der wir uns viel in Gebäuden und wenig in freier Natur aufhalten
  • kühle Witterung, die das Tragen langer, dicker Kleidung bedingt
  • vergleichsweise geringe Sonneneinstrahlung und -intensität (niedriger UVB-Anteil)
  • Verwendung von Sonnenschutzmitteln (vor allem auch mit hohem UVB-Schutz, der aber als Lichtschutz vor Sonnenbrand notwendig ist)
  • mit zunehmendem Alter abnehmender 7-Dehydrocholesterolgehalt in der Haut, aus dem Vitamin D3 gebildet wird
  • Ernährungsgewohnheiten, bei denen wenig (tranige) Fische und Innereien gegessen werden
  • Arzneimittel, die den Vitamin D3 Bedarf zusätzlich erhöhen, z.B. Antidiabetika, Antiepileptika, Mittel gegen Osteoporose, Glucocorticoide

Um festzustellen, wieviel Vitamin D individuell benötigt wird, kann ein Bluttest genutzt werden, der den Gehalt an Calcidiol, die Speicherform des Vitamins, bestimmt.

Mikronährstoffe und Pflanzenkraft für unseren Körper –
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Der gelbe Enzian

Wussten Sie, dass der gelbe Enzian den bittersten bekannten Stoff aus dem Pflanzenreich besitzt?

Er heißt Amarogentin und 1g können 58 000 Liter Wasser immer noch bitter machen.

Heute hat man erforscht und erneut erkannt, wie wichtig Bitterstoffe für unsere Gesundheit sind. Sie haben eine ganz besondere Wirkung auf unsere Verdauung: Sie fördern die Vorwärts-Bewegung in unserem Bauch.

Stillstand und Rückwärts-Bewegung dagegen machen uns krank:

  • Völlegefühl – die Nahrung liegt uns wie ein schwerer Stein im Magen,
  • Übelkeit und Erbrechen – die Nahrung will wieder heraus,
  • Durchfall – die Nahrung ist unverdaut und will zum anderen Tor hinaus,
  • Blähungen – der Dickdarm ackert mit seinen Bakterien und versucht die Nahrung durch Gärung klein zu kriegen.

Eine gute Verdauung hat den großen Vorteil, dass die Nahrung, die wir zu uns nehmen, optimal aufgeschlüsselt wird und wichtige Nährstoffe für unseren Körper verfügbar werden. Gerade, wenn wir durch lange Krankheit ausgezehrt und schwach sind, keinen Appetit mehr haben oder nicht zu Kräften kommen, sollten wir an Bitterstoffe und den gelben Enzian denken.

Man kann den Enzian auch als Prophylaxe für Allergien nutzen, weil er den Darm gesund hält – schließlich sitzt da unser Immunsystem.

Probieren Sie es doch einfach mal aus, denn aus dem Volksmund ist überliefert:
„Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund“.

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Omega-3-Fettsäuren

Gute Fette für die Gesundheit
Kalenderblatt September 2021

Omega-3 ist in aller Munde. Aber was ist das eigentlich?

Es sind langkettige, ungesättigte Fettsäuren, die essentiell sind, also mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.
 Zu den wichtigsten Vertretern gehören Docosahexaensäure (DHA), Eicosapentaensäure (EPA) und Alpha-Linolensäure (ALA).

Omega-3-Fettsäuren schützen unsere Gesundheit auf vielfältige Weise: 
als Bestandteil von Zellmembranen und Augen sind sie wichtig für Gehirnleistung und Sehkraft, in der Schwangerschaft werden sie reichlich benötigt für das gesunde Wachstum des Embryos und danach für die Entwicklung des Neugeborenen.

Zudem schützen sie Herz und Kreislauf, wirken sich günstig auf Blutfette und Blutdruck aus und verbessern die Fließeigenschaften des Blutes. 
Sie haben sich sehr bewährt, entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren. Studien konnten nachweisen, dass Omega-3-Fettsäuren die Psyche stärken und sich positiv auf die Konzentrationsfähigkeit auswirken. Dies ist auch wichtig in der Schule!

Unsere Ernährung macht es uns aber gar nicht so leicht, ausreichend von den ungesättigten Fettsäuren aufzunehmen. Wer isst schon jeden Tag fetten Fisch, wie Lachs, Makrele, Thunfisch oder Hering? Abhilfe können pflanzliche Öle, wie Raps-, Nuss, Sesam-, Lein- oder Sojaöl schaffen, denn sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren können auch als Kapsel oder Saft eingenommen werden, gleichmäßig dosiert und frei von Schadstoffen.

Mehr zu Mikronährstoffen und ihre Wirkung erfahren Sie vom Nährstoffteam:

Der Klassiker: Magnesium gegen Muskelkrämpfe

Aber Magnesium kann viel mehr…
Rennrad an gelber Wand

Sicher gibt es kaum jemanden, der nicht schon einmal mitten in der Nacht von einem schmerzhaften Wadenkrampf geweckt wurde oder mitten beim Sport mit schmerzverzerrtem Gesicht pausieren musste.

Muskelkrämpfe sind ein typisches und weit verbreitetes Zeichen eines Magnesiummangels, denn Magnesium steuert das Zusammenziehen der Muskeln, erhöht die Belastbarkeit und fördert die Regeneration.

Beim Sport oder körperlicher Anstrengung kommt es durch die verstärkte Muskelanspannung zu einem erhöhten Bedarf und gleichzeitig durch vermehrtes Schwitzen (Sommer!) zu einer vermehrten Ausscheidung von Magnesium. 
Diesen Verlust gilt es auszugleichen.

Schnell und gut verfügbare Magnesiumsalze helfen am besten. Über den Tag verteilt einnehmen und viel dazu trinken!

Übrigens: Magnesium vertreibt nicht nur die lästigen Wadenkrämpfe, sondern lässt Sie auch insgesamt wieder besser schlafen, weil es entspannend auf die Muskulatur und dämpfend auf überspannte Nerven wirkt.

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