Schlagwortarchiv für: Antioxidantien

Die Zistrose, auch bekannt als Cistus incanus, sieht aus wie eine Rose, gehört jedoch zu einer anderen Pflanzengruppe, den Zistrosengewächsen. Sie ist in sonnigen mediterranen Gebieten beheimatet, insbesondere in Griechenland. Wenn es im Sommer zu heiß wird, rollt sie ihre grau behaarten Blätter ein und wartet auf Regen.

Im Winter bildet die Zistrose dicke Blütenknospen, die im Frühling in auffälligem Pink erblühen und einen „Knitterlook“ haben. Die Blätter sind klebrig, da sie viel Harz, auch Labdanum genannt, enthalten. Die Zistrose ist bekannt dafür, dass sie Sonne und Wärme gut verträgt.Bereits im 4. Jahrhundert vor Christus wurden Heilwirkungen der Zistrose erforscht. Heute wissen wir mehr über diese schöne mediterrane Pflanze und ihre gesundheitlichen Vorteile.

Die wirksamen Inhaltsstoffe der Zistrose sind vor allem hochkomplexe Polyphenole, die  besonders effektiv freie Radikale bekämpfen und vor oxidativem Stress schützen. Die Zistrose hilft also, unsere Proteine, Zellen und Erbgut vor Schäden durch Dinge wie Strahlung, Rauchen, Alkoholkonsum, Umweltgifte, Medikamente und Stress zu schützen. Tatsächlich ist ihr antioxidative Potenzial sogar viermal stärker als das von Vitamin C.

Zusätzlich dazu zeigt die Zistrose Heilwirkungen bei Viruserkrankungen. Die verschiedenen Polyphenole in der Zistrose können Viren, Bakterien und freie Schwermetalle unschädlich machen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass diese Pflanze dazu beitragen kann, die Anheftung von Viren an Wirtszellen zu verringern.

Noch mehr Inhaltsstoffe mit Wirkung: Es sind die Tannine (Gerbstoffe) der Zistrose, die zusammenziehend auf Haut und Schleimhäute wirken. In der Fachsprache nennt man das adstringierend.  Es wirkt ein ähnliches Prinzip wie beim Ledergerben: Haut und Schleimhaut werden „abgedichtet“ oder „gegerbt“ und können sich von Beschwerden wie Hämorrhoiden, Aphten, Magenschleimhautentzündung und Hautekzemen erholen. Dieses Prinzip hilft auch beiHauterkrankungen wie Akne und Neurodermitis.

 

Flammulina velutipes, in Japan auch Enoki(take) genannt, ist weltweit verbreitet und besiedelt bevorzugt kranke oder abgestorbene Laubbäume wie Weiden, Pappeln, Birken und Eschen. Mit kühlen Temperaturen und Frost kommt er gut zurecht. In Japan gilt er als besonders beliebter und milder Speisepilz.

Seine Bedeutung als Vitalpilz begann mit einer japanischen Studie, die eine bemerkenswerte niedrige Krebsrate bei Enoki-Pilzzüchtern feststellen konnte. Nach langer Krankheit, bei chronischem Müdigkeissyndrom und bei Lern- und Gedächnisschwäche soll er gute Wirkung zeigen, was wohl auf seine einzigartigen bioaktiven Inhaltsstoffe wie Polysaccharide, Triterpene, Antioxidantien und Proteine zurückgeht.

Er gilt auch als „Kinderpilz“.

Der Samtfüßling nimmt Einfluss auf das Immun-system und kann bei viralen (HIV, humane Papillomaviren) und bakteriellen Infektionen erfolgreich eingesetzt werden. Er besitzt dazu das antimikrobielle Enokipdin. Auch überschießende Reaktionen des Immunsystems, wie Allergien zählen zum seinem Anwendungsgebiet. Polysaccharide und andere Verbindungen, wie Flammin und Velin, tragen dazu bei, das Wachstum entarteter Zellen zu hemmen. Enoki gilt mit seinem antioxidativen, zellschützenden Potential als effektiv zur Tumorprophylaxe.

Außerdem soll er zu Normalisierung erhöhter Cholesterinwerte beitragen.