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Der Weihrauchbaum gehört zu den Balsamgewächsen und hat ein recht knorriges Aussehen. Man findet ihn in wasserarmen, wüstenartigen Gegenden mit steinigen und trockenen Böden in v.a. 3 Regionen dieser Welt: in Indien (Boswellia serrata), am Horn von Afrika (Boswellia carterii, Boswellia papyrifera) und auf der arabischen Halbinsel (Boswellia sacra). Manchmal sehen Boswelliabäume eher wie Sträucher aus. Ihr Laub ist nur für kurze Zeit und meist nur wenig vorhanden. Das Harz der Bäume wird seit dem Altertum medizinisch und religiös verwendet. Es ist neben Gold und Myrrhe einer der kostbaren Gaben, die die 3 Könige aus dem Morgenland für das neugeborene Kind im Stall von Betlehem mitbringen. In Ägypten galt Weihrauch als „Gottesduft“. In jüdischen Tempeln durfte er nur als Räuchermittel zu Ehren Jahwes verwendet werden. Aufgrund seiner Kostbarkeit wurden eigene Handelswege für Weihrauch geschlossen.
Der indische Weihrauch wird auch “Arzneiweihrauch” genannt und gehört zu den bestuntersuchten Weihrauchspezies. Er ist in verschiedenen Arzneibüchern gelistet. Wichtige Inhaltsstoffe sind die Boswelliasäuren, die besonders entzündungshemmende Wirkungen zeigen. Diese Eigenschaft macht ihn so wertvoll beim Einsatz sämtlich entzündlicher Krankheiten, darunter: rheumatische Erkrankungen, wie Chronische Polyarthritis, aber auch Colitis ulcerosa – chron. Dickdarmentzündung und Morbus Crohn -chron. Entzündung des gesamten Verdauungstraktes. Außerdem soll er schmerzlindernd, antimikrobiell und zytotoxisch auf Tumorzellen wirken. So wird das heilende Harz auch bei Asthma bronchiale, Schilddrüsenentzündung, Schuppenflechte und Multibler Sklerose eingesetzt. Fertigarzneimittel gibt es oft in Kombination von Weihrauch und Curcuma.